THEMA - SCHLAU TRINKEN !!

rechte Maustaste sperren


Als eine der Initialmaßnahmen des Nationalen Aktionsplans Ernährung (NAP.e)
hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) bereits Anfang 2010 eine
Expertenarbeitsgruppe mit der Erstellung einer Getränkeliste beauftragt.

Eine Hilfestellung zur Getränkeauswahl

Bei der vorliegenden Getränkeliste (Stand: Jän. 2011) handelt es sich um
eine Praxisleitlinie, die zwischen idealen (Liste A), akzeptablen (Liste B),
wenig akzeptablen (Liste C - hoher Zuckergehalt) und wenig akzeptablen
(Liste D - hoher Süßstoffgehalt) Getränken unterscheidet.

Die Getränkeliste informiert über den Zucker- und Süßstoffgehalt bzw. den
Fruchtanteil und Teein-/Koffeingehalt und gliedert sich in mehrere Teilbereiche:

LISTE - A: ideale Getränke
LISTE - B: akzeptable Getränke mit max. 7,4 g Zucker und ohne Süßstoffe*
LISTE - C: wenig akzeptable Getränke (hoher Zuckergehalt)
LISTE - D: wenig akzeptable Getränke (Süßstoffgehalt)

ENERGYDRINKS
SPORTGETRÄNKE

Neben den genannten Kritierien wird empfohlen auch folgende Aspekte zu beachten:

Weitere Inhaltsstoffe: z.B. Teein/Koffein, Aromastoffe oder künstliche Farbstoffe
sollten bei Produkten, die von Kindern konsumiert werden, möglichst nicht enthalten sein.

Zuckerquelle:
Natürlicher Zuckergehalt ist gegenüber zugesetzten Zuckern
(z. B. Fruchtzucker, Traubenzucker oder auch Süßstoffe) zu bevorzugen.
Je höher der Fruchtanteil, desto höher der Anteil an natürlichen Zuckern.

Süßstoffe haben die Aufgabe Zucker zu ersetzen. Damit lassen sich zwar Kalorien
einsparen, es findet aber wie bei Zucker eine Gewöhnung an eine bestimmte Süße statt.
In einer Übersichtsarbeit konnte bei Kindern ein Zusammenhang zwischen Konsum von
süßstoffgesüßten Getränken und einer Zunahme des Körpergewichts gezeigt werden.

*Erläuterungen über den Grenzwert für den Gesamtzuckergehalt:

Die WHO-Empfehlung lautet, dass maximal 10 % der täglichen Energieaufnahme aus
Zucker zugeführt werden soll. Bei einem angenommenen Durchschnittswert von
2400 kcal wären dies circa 60 g Zucker pro Tag. Unter der weiteren Festlegung, dass
über ein 0,5 l Getränk (gängiges Gebinde) maximal nur die Hälfte der tägl. Obergrenze
von 60 g aufgenommen werden sollte, ergibt sich ein Grenzwert von 30 g pro 500 ml.
(der Rest wird meist über Süßigkeiten, Mehlspeisen, gezuckerte Milchprodukte zugeführt)
Dies entspricht einem Grenzwert von max. 6 g/100 ml. Um unter einem Toleranzbereich
von 25 % zu liegen, darf ein Getränk maximal 7,4 g Zucker pro 100 ml beinhalten.

? Zucker ist wo versteckt ?

Für Schulen gilt folgende Orientierungshilfe:
Mindestens 80 % des Gesamtangebotes bestehen aus idealen und akzeptablen
Getränke (siehe Liste A und B).
Mineralwasser (ohne Geschmack) und gespritzte Fruchtsäfte machen mindestens
ein Drittel des Gesamtangebotes aus.